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Mit Hilfe des Datenbasis-Editors soll beispielhaft eine
Daten-Interpreter-Datenbasis erstellt werden, die das Protokoll eines Gerätes
mit folgenden Eigenschaften beschreibt:
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Das Gerät verfügt über einen Schalter mit drei
Stellungen, hat einen Druck- und einen Temperatursensor. |
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Nach dem Einschalten überträgt das Gerät die Werte
seiner Prozessvariablen (Schalterstellung, Druck und Temperatur) zyklisch über
den CAN-Bus. Der verwendete CAN Identifier ist 5. |
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Die Schalterstellung wird im ersten Datenbyte als
Unsigned Integer übertragen und kann die Werte 0, 1 und 2 für (Aus,
Mittelstellung und Volllast) annehmen. |
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Die nächsten beiden Bytes enthalten den Druck in hPa
im INTEL-Format als WORD ohne Vorzeichen. |
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In Byte 3 und 4 wird die Temperatur in °C im
INTEL-Format als vorzeichenbehaftetes WORD übertragen. |
Zum Starten des Datenbasis-Editors aus dem Control Panel öffnen Sie durch
Doppelklick auf einen Controller den Controller-Eigenschaften-Dialog und
wählen Sie dort die Registerkarte Buseigenschaften. Durch eine Klick auf
das Symbol
öffnen Sie den Datenbasis-Editor.
Nach dem Start des Editors wird automatisch ein leeres Projekt angelegt. Es kann
auch jederzeit ein neues Projekt mit Hilfe der Menübefehle Datei | Neu angelegt
werden. In einem leeren Projekt ist nur der Projekt-Knoten enthalten. Dieser
erscheint auf der linken Seite des Programmfensters. Auf der rechten Seite
werden die Projektdaten eingetragen.
Die zu erstellende Projektdatenbasis soll das Telegramm mit dem Identifier 5
interpretieren. Aus diesem Grund definieren wir eine Nachricht mit der
entsprechenden ID. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Projektknoten.
Das unten dargestellte Popup-Menu erscheint.
Fügen Sie die Nachricht ein, indem Sie den Menüpunkt Nachricht hinzufügen
wählen.
Nach dem Anwählen des neu erstellten Nachrichten-Knotens erhalten Sie den
untenstehenden Dialog. Unter Identifier ist der Identifier "5"
einzutragen, außerdem kann der Nachricht ein Name zugeordnet werden. Bei der Länge
tragen Sie die Länge des Datenfelds von 5 Bytes ein.
Nachdem Sie die Nachricht für den CAN-Identifier definiert haben, müssen Sie
nun die Signale festlegen, die im CAN-Telegramm mit dem Identifier 5 enthalten
sind.
Fügen Sie dazu unterhalb der Nachricht eine erste Signaldefinitionen ein.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die MuxMaske. Das untenstehende
Kontextmenü wird geöffnet:
Fügen Sie eine Signaldefinition ein, indem Sie den Menüpunkt Signal hinzufügen
wählen. Im erscheinenden Signal-Fenster sollen zunächst die Attribute für das
Signal "Pressure" festgelegt werden. Das Eingabefeld Name ist
entsprechend auszufüllen, das Eingabefeld Einheit erhält den Eintrag
"hPa". Im Wertebereich des Fensters sind die Datenbytes symbolisch
dargestellt. Zu Beginn ist hier das erste Byte mit einem blauen Balken
markiert. Dieser Balken kennzeichnet die Bits, die von diesem Signal belegt
werden. Mit der Maus lässt sich der Balken bewegen (Cursorsymbol Vierfachpfeil)
und vergrößern oder verkleinern (Cursorsymbol Doppelpfeil). Entsprechend
unserer Annahme soll der Druckwert in Byte 1 und Byte 2 des Datenfelds
übertragen werden. Die Balkenmarkierung ist also auf Byte 1 zu verschieben und
soweit zu vergrößern, dass sie sich über Byte 1 und Byte 2 erstreckt. Dabei
erscheint in den Feldern darunter Lage und Länge des zugewiesenen Bereichs in
numerischer Darstellung.
Den Datentyp haben wir auf ein WORD im INTEL-Format ohne Vorzeichen festgelegt.
Machen Sie die entsprechenden Einstellungen in den Feldern Datentyp und Codierung.
Skalierung und Offset sind zwei Parameter einer Geradengleichung,
anhand derer die Umrechnung der Rohdaten auf den physikalischen Wert des
Signals erfolgt. Da der Druckwert eins zu eins übertragen wird, wird Skalierung
auf den Wert 1 und Offset auf den Wert 0 gesetzt. Im Attribut Anzeigen
können Sie die Anzeige des Signalwerts durch das Signal-Modul parametrieren.
Über Minimalwert, Maximalwert und Standardwert kann eine
Überprüfung bzw. Vorbelegung der Signalwerte erfolgen. Für dieses Beispiel soll
es genügen, den Maximaldruck auf 10000 hPa festzulegen.
Entsprechend legen Sie das Signal "Temperature" an. Es wird in Byte 3 und 4 des
Datenfelds abgelegt und besitzt einen Maximalwert von 2000 °C und einen
Minimalwert von -40°C. Die Temperatur wird eins zu eins übertragen, deshalb
wird auch hier Skalierung auf den Wert 1 und Offset auf den Wert
0 gesetzt. Der Datentyp ist in diesem Fall ein vorzeichenbehaftetes WORD im
INTEL-Format.
Zum Schluss legen Sie noch das digitale Signal "Switch" an. Der Zustand des
Schalters sei in Byte 0 des Datenfelds beschrieben und wird als vorzeichenloser
ganzzahliger Wert übertragen.
Bei "Switch" handelt es sich um ein digitales Signal, das Zustände beschreibt.
Der Schalter verfügt über die drei Stellungen bzw. Zustände:
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Aus (0) |
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Mittelstellung (1) |
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Vollast (2) |
In Klammern sind die zugeordneten numerischen Werte angegeben. Fügen Sie nun
die Definition der drei Zustände zur Datenbasis hinzu. Dazu klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf den Signal-Knoten Switch und erhalten das
untenstehende Kontextmenu:
Fügen Sie nun einen Zustand-Datensatz ein, indem Sie den Menüpunkt Status
hinzufügen wählen. Nach Anklicken des neu angelegten
Zustand-Datensatzes können Sie den Namen und die numerischen Werte des Zustands
eingeben:
Für die verbleibenden zwei Zustände "Middle position" (Wert "1") und "Full load"
(Wert "2") gehen Sie analog vor, so dass Sie am Ende den abgebildeten
Projektbaum erhalten. Speichern Sie die erstellte Datenbasis ab.
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