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Tutorial

14.1 Erstellung einer Datenbasis mit dem Datenbasis Editor

Mit Hilfe des Datenbasis-Editors soll beispielhaft eine Daten-Interpreter-Datenbasis erstellt werden, die das Protokoll eines Gerätes mit folgenden Eigenschaften beschreibt:

Das Gerät verfügt über einen Schalter mit drei Stellungen, hat einen Druck- und einen Temperatursensor.
Nach dem Einschalten überträgt das Gerät die Werte seiner Prozessvariablen (Schalterstellung, Druck und Temperatur) zyklisch über den CAN-Bus. Der verwendete CAN Identifier ist 5.
Die Schalterstellung wird im ersten Datenbyte als Unsigned Integer übertragen und kann die Werte 0, 1 und 2 für (Aus, Mittelstellung und Volllast) annehmen.
Die nächsten beiden Bytes enthalten den Druck in hPa im INTEL-Format als WORD ohne Vorzeichen.
In Byte 3 und 4 wird die Temperatur in °C im INTEL-Format als vorzeichenbehaftetes WORD übertragen.

Zum Starten des Datenbasis-Editors aus dem Control Panel öffnen Sie durch Doppelklick auf einen Controller den Controller-Eigenschaften-Dialog und wählen Sie dort die Registerkarte Buseigenschaften. Durch eine Klick auf das Symbol öffnen Sie den Datenbasis-Editor.

Nach dem Start des Editors wird automatisch ein leeres Projekt angelegt. Es kann auch jederzeit ein neues Projekt mit Hilfe der Menübefehle Datei | Neu angelegt werden. In einem leeren Projekt ist nur der Projekt-Knoten enthalten. Dieser erscheint auf der linken Seite des Programmfensters. Auf der rechten Seite werden die Projektdaten eingetragen.


Die zu erstellende Projektdatenbasis soll das Telegramm mit dem Identifier 5 interpretieren. Aus diesem Grund definieren wir eine Nachricht mit der entsprechenden ID. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Projektknoten. Das unten dargestellte Popup-Menu erscheint.

Fügen Sie die Nachricht ein, indem Sie den Menüpunkt Nachricht hinzufügen wählen.


Nach dem Anwählen des neu erstellten Nachrichten-Knotens erhalten Sie den untenstehenden Dialog. Unter Identifier ist der Identifier "5" einzutragen, außerdem kann der Nachricht ein Name zugeordnet werden. Bei der Länge tragen Sie die Länge des Datenfelds von 5 Bytes ein.


Nachdem Sie die Nachricht für den CAN-Identifier definiert haben, müssen Sie nun die Signale festlegen, die im CAN-Telegramm mit dem Identifier 5 enthalten sind.

Fügen Sie dazu unterhalb der Nachricht eine erste Signaldefinitionen ein. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die MuxMaske. Das untenstehende Kontextmenü wird geöffnet:


Fügen Sie eine Signaldefinition ein, indem Sie den Menüpunkt Signal hinzufügen wählen. Im erscheinenden Signal-Fenster sollen zunächst die Attribute für das Signal "Pressure" festgelegt werden. Das Eingabefeld Name ist entsprechend auszufüllen, das Eingabefeld Einheit erhält den Eintrag "hPa". Im Wertebereich des Fensters sind die Datenbytes symbolisch dargestellt. Zu Beginn ist hier das erste Byte mit einem blauen Balken markiert. Dieser Balken kennzeichnet die Bits, die von diesem Signal belegt werden. Mit der Maus lässt sich der Balken bewegen (Cursorsymbol Vierfachpfeil) und vergrößern oder verkleinern (Cursorsymbol Doppelpfeil). Entsprechend unserer Annahme soll der Druckwert in Byte 1 und Byte 2 des Datenfelds übertragen werden. Die Balkenmarkierung ist also auf Byte 1 zu verschieben und soweit zu vergrößern, dass sie sich über Byte 1 und Byte 2 erstreckt. Dabei erscheint in den Feldern darunter Lage und Länge des zugewiesenen Bereichs in numerischer Darstellung.


Den Datentyp haben wir auf ein WORD im INTEL-Format ohne Vorzeichen festgelegt. Machen Sie die entsprechenden Einstellungen in den Feldern Datentyp und Codierung. Skalierung und Offset sind zwei Parameter einer Geradengleichung, anhand derer die Umrechnung der Rohdaten auf den physikalischen Wert des Signals erfolgt. Da der Druckwert eins zu eins übertragen wird, wird Skalierung auf den Wert 1 und Offset auf den Wert 0 gesetzt. Im Attribut Anzeigen können Sie die Anzeige des Signalwerts durch das Signal-Modul parametrieren. Über Minimalwert, Maximalwert und Standardwert kann eine Überprüfung bzw. Vorbelegung der Signalwerte erfolgen. Für dieses Beispiel soll es genügen, den Maximaldruck auf 10000 hPa festzulegen.

Entsprechend legen Sie das Signal "Temperature" an. Es wird in Byte 3 und 4 des Datenfelds abgelegt und besitzt einen Maximalwert von 2000 °C und einen Minimalwert von -40°C. Die Temperatur wird eins zu eins übertragen, deshalb wird auch hier Skalierung auf den Wert 1 und Offset auf den Wert 0 gesetzt. Der Datentyp ist in diesem Fall ein vorzeichenbehaftetes WORD im INTEL-Format.


Zum Schluss legen Sie noch das digitale Signal "Switch" an. Der Zustand des Schalters sei in Byte 0 des Datenfelds beschrieben und wird als vorzeichenloser ganzzahliger Wert übertragen.


Bei "Switch" handelt es sich um ein digitales Signal, das Zustände beschreibt. Der Schalter verfügt über die drei Stellungen bzw. Zustände:

Aus (0)
Mittelstellung (1)
Vollast (2)

In Klammern sind die zugeordneten numerischen Werte angegeben. Fügen Sie nun die Definition der drei Zustände zur Datenbasis hinzu. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Signal-Knoten Switch und erhalten das untenstehende Kontextmenu:


Fügen Sie nun einen Zustand-Datensatz ein, indem Sie den Menüpunkt Status hinzufügen wählen. Nach Anklicken des neu angelegten Zustand-Datensatzes können Sie den Namen und die numerischen Werte des Zustands eingeben:

Für die verbleibenden zwei Zustände "Middle position" (Wert "1") und "Full load" (Wert "2") gehen Sie analog vor, so dass Sie am Ende den abgebildeten Projektbaum erhalten. Speichern Sie die erstellte Datenbasis ab.